Hokitika und die Jade

Hokitika und die Jade

Alles dreht sich um Pounamu, Greenstone

Nach einer ruhigen Nacht auf dem DOC Campingplatz am Lake Mahinapua (letzter Artikel, Hier), der Morgentoilette und meinem selbstgekochten „fairen“ Kaffee von „Trade Aid“, machte ich mich voller Neugier auf dem Weg nach Hokitika.
Am letzten Abend bin ich schon mal kurz durch Hokitika gekreuzt und so wusste ich wenigstens schon wo die I-Site ist. Ein Stadtplan und andere Infos sind immer die ersten Dinge, das ich mir besorge um mich zu orientieren.
Denn es soll ja wieder ein schöner, spannender und interessanter Tag an der Westküste Neuseelands werden. Das Wetter passte jedenfalls schon mal.

Hokitika, im Zentrum, Uhr, Westküste, Neuseeland 1Naja, spannender und interessanter Tag an der Westküste trifft nur zum Teil zu, denn ich wollte an diesem Samstag noch bis zum Abend wieder zurück an die Ostküste.
Doch jetzt war ich erst mal in Hokitika. Du kannst dir vorstellen wie Neugierig ich auf alles war, was mich dort erwartet. Immerhin hatte ich bereits viel über die Stadt gelesen.

Jade oder Pounamu, Hokitika ist „Steinreich“

Vom Lake Mahinapua aus musst du wieder über die Brücke des Hokitika River, der hier nach nur 64 Kilometern in die Tasmansee mündet.
Besonders lang ist der Fluss also nicht, aber, wie die Stadt zeigt, ist er „Steinreich“.

Und das im wahrsten Sinn des Wortes, wenn man bedenkt wieviel Jade oder Pounamu hier verarbeitet und verkauft wird.
Der kleine Ort hat also auch nach dem Goldrausch vor über 150 Jahren noch Gold zu bieten, aber eben grünes.

Ein packender Roman über den Goldrausch in Hokitika

Eine junge Neuseeländerin hat mit ihrem Roman „The Luminaries“/„die Gestirne“, dem ganzen Geschehen damals, während des Goldrauschs in Hokitika, ein Denkmal gesetzt.
Eleanor Catton gewann mit ihrem packend geschriebenen Roman eine der wichtigsten Auszeichnungen der englischsprachigen Literatur, den Man Booker-Preis und ist damit die jüngste Man Booker-Preisträgerin aller Zeiten.
Die Ausgabe in Deutsch (Hier), ist wohl über 1000 Seiten lang. Genug Lesestoff für die langen Flüge hierher.

Stan McCallums Studio

Kurz vor der Brücke rechts, wollte ich noch schnell in Stan McCallums Studio und Werkstatt reinschauen, doch leider war an diesem Tag niemand da.
Der Besuch steht also noch aus, und ist fest in meinem Plan für November 2017 verankert, wenn ich wieder durch Hokitika komme.

Mittlerweile habe ich auch ein interessantes Video über Stan McCallums Studio gefunden. Dirk hat sich hier viel Mühe gegeben. Er erklärt auch gut die Philosophie von Stan und seiner Partnerin, wenn es um Jade geht.
Hier kommst du zu dem Video auf YouTube: Jadeschleifer in Hokitika

Pounamu, Hokitika und die Jade

Hokitika an der Westküste, Neuseeland 1In Hokitika leben mit zirka 3500 Einwohnern über 10 % aller Einwohner der Westküste. Trotzdem ist Hokitika keine große Stadt, und mit den vielen Besuchern während der Urlaubersaison wird es tagsüber bestimmt eng in den Straßen.
Ich lege meine Reisezeit deshalb gerne in den November. Da ist noch nicht so viel los. Außerdem grünt und blüht es überall, herrlich.

Nach meinem Besuch der I-Site, die du in der Weldstreet gleich bei der großen Uhr findest, fuhr ich weiter ins Zentrum und parkte auf dem Parkplatz des New World Supermarktes.

Die meisten Jade Shops und Werkstätten findest du ebenfalls in der Weldstreet, bzw. links und rechts in den Querstraßen. In einigen kannst du den Schleifern bei der Arbeit zusehen und kommst dann direkt in die Verkaufsräume mit den Schmuckstücken.

Hokitika, im Zentrum, an der Westküste, Neuseelands 3Da war ganz schön was los und es gab viele schöne Stücke zu sehen. Aufdringlich war aber keine der Verkäuferinnen und so bleibt es ein schönes Erlebnis durch Hokitikas Straßen zu schlendern.

Dass die neuseeländische Jade keine echte Jade ist spielt dabei auch keine große Rolle. Die vielen Bezeichnungen für die Stücke sind zusätzlich noch nach dem Fundort in Neuseeland unterteilt.

Ich denke, du solltest dir ein Stück aussuchen, das dir einfach gefällt, ohne Zuviel Wert darauf zu legen aus welchem Fluss oder Landesteil es stammt. Eben eine schöne Erinnerung.

Klassiker in allen Shops und Werkstätten sind die typischen Maori Anhänger. Ob du dir jetzt ein Koru, ein Hei Tiki, ein Hei Matu, ein Toku oder das, manchmal einer acht ähnelnde Twist aussuchst, ist für mich Geschmackssache. Es muss mir auf Anhieb gefallen, dann ist es das Richtige, denk ich.

Endlich ein Kiwi, im National Kiwi Centre

Hokitika, im Zentrum, das National Kiwi Centre 1Zurück am Parkplatz besuchte ich noch das National Kiwi Centre, das du dort neben dem New World Supermarkt findest.
Hier habe ich dann doch noch einen Kiwi gesehen. Sieht schon lustig aus, wie die durch die Gegend wackeln. Der Kiwi ist schon ein außergewöhnliches Tier. Ich mag ihn.

Auch das zentrale Becken mit den großen Neuseeländischen Langflossenaalen war beeindruckend. Die Aale sollen zwischen 85 und 100 Jahre alt sein. Sie wiegen etwa 20 kg und sind zirka 2 Meter lang.

Irgendwie erinnerten sie mich an die Muränen in den Korallenriffen weltweit. Man findet solche Aale aber in ganz Neuseeland in den Seen und Flüssen. Ob die dort auch so groß werden? Wer weiß.

Das National Kiwi Centre war zwar mit 22 NZD etwas über der Kategorie Preiswert, aber dafür bekommst du mit Sicherheit mindestens einen Kiwi zu sehen.

Hier habe ich noch einen Link zur Website des National Kiwi Centre in Hokitika:
Welcome to The National Kiwi Centre

Fazit

Hokitika ist eine beeindruckende, schöne Stadt. Mir hat es dort sehr gefallen. Ein paar andere Hingucker hat Hokitika auch noch.
So gibt es dort ein schwarzes Feuerwehrgebäude und ein dazu passendes Löschfahrzeug. Warum das alles schwarz ist, hab ich noch nicht rausbekommen. Es sieht aber gut aus, gar nicht wie abgebrannt.

Hokitika, im Zentrum, an der Westküste, Neuseelands 8Vor der Gaststätte „Stumpers“, am Ende der Weldstreet, steht ein sehr schöner Stuhl/Sessel aus Treibholz, der hat mir auch gut gefallen.
Im November 2017, wenn ich wieder hier vorbeikomme, werde ich mir noch die „Glow Worm Dell“ am Ortsausgang in Richtung Kumara Junction ansehen. Die habe ich verpasst anzusehen.

Auch die Hokitika Gorge, zirka 32 Kilometer landeinwärts über Kokatahi, solltest du nicht verpassen. Ich fahre im November auf jeden Fall hin.
Das Wasser und die ganze Schlucht mitsamt der Hängebrücke sollen traumhaft sein, und du kannst wieder ein Stück von Neuseelands Natur hautnah erleben.

Auf Google Earth hab ich da schon Bilder gesehen, herrlich. Vielleicht übernachte ich diesmal auch dort in der Nähe. Am Lake Kaniere am Nordufer, am Hans Bay gibt es einen sehr schönen Campingplatz. Mal sehen wie ich dann in der Zeit liege.

Nachmittags bin ich dann bei Kumara Junction auf die Staatsstraße 73 abgebogen um über Arthurs Pass wieder in Richtung Ostküste zu fahren.

Durch Zufall habe ich auf dem Weg noch einen Wegweiser zum Londonderry Rock entdeckt und nach Arthurs Pass noch an der traumhaften Kulisse der Castle Hills haltgemacht.
Doch dazu mehr im nächsten Artikel.

  • Hokitika an der Westküste, Neuseeland 1
  • Hokitika an der Westküste, Neuseeland 2
  • Hokitika an der Westküste, Neuseeland 3
  • Hokitika an der Westküste, Neuseeland 4
  • Hokitika an der Westküste, Neuseeland 5
  • Hokitika an der Westküste, Neuseeland 7
  • Hokitika an der Westküste, Neuseeland 9
  • Hokitika an der Westküste, Neuseeland 10
  • Hokitika an der Westküste, Neuseeland 11
  • Hokitika an der Westküste, Neuseeland 12
  • Hokitika, im Zentrum, das National Kiwi Centre 1
  • Hokitika, im Zentrum, das National Kiwi Centre 2
  • Hokitika, im Zentrum, Uhr, Westküste, Neuseeland 1
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