Der Campingplatz am Lake Mahinapua und die Brücke am Taramakau River – Ein Erlebnis

Das war also (im letzten Artikel, Hier) mein Besuch bei den Pancake Rocks. Ich war beeindruckt. Jetzt geht es weiter, über Greymouth nach Hokitika und dann zum Campingplatz am Lake Mahinapua.
Bis Greymouth hatte ich noch 50 Kilometer vor mir. Ein ganzes Stück zu fahren, und das bereits zum zweiten Mal, nach den Catlins im Süden (Hier), mit einem fast leeren Tank.

In Greymouth – erst mal Tanken

Die kleine Lampe am Armaturenbrett leuchtet schon ein Stück, und ich wünschte mir nur noch dass ich es bis Greymouth schaffe. Augen zu und durch könnte man da sagen. Geht aber bei der schönen Landschaft nicht.
Und so versuchte ich einfach das Lämpchen zu ignorieren, in der Hoffnung, dass ich bis zur nächsten Tankstelle kommen würde. Bissel Lenkrad streicheln und gut zureden soll ja auch helfen.

Ashburton, Z- Energy TankstelleEs hat auch funktioniert und ich war froh als ich in Greymouth über die große Brücke des Grey River-Mawheranui am Ortseingang fuhr.
Danach, fand ich etwas weiter, auf der rechten Seite der Straße eine „Z“ Tankstelle. Mit 70 Litern war der Tankinhalt angegeben und ich hab 66 Liter getankt. Glück gehabt.

Ich füllte dort auch gleich einen Liter Öl für das Automatikgetriebe nach. Zusätzlich zum leeren Tank hatte ich beim Fahren manchmal noch das Gefühl als ob die Kupplung rutscht.

Da kommt man dann schon etwas ins Schwitzen. Aber auch das Problem war mit einem Liter vom passenden Öl schnell behoben.
Es war halt auch schon ein etwas älterer Mietwagen, mit 240000 Kilometern auf dem Tacho. Und bei Ace Car in Christchurch hatte man mir auch gesagt, dass ich etwas auf das Getriebe achten soll.

Jetzt konnte es weitergehen, alles Gut. Greymouth schaute ich mir auch noch kurz an. Es war ja bereits 17.00 Uhr und die Straßen waren wie ausgestorben.
Ich dachte mir noch, dass sie hier bestimmt gleich die Bürgersteige hochklappen und die Häuser mit rein nehmen.
Das Wetter passte dazu und so fühlte sich alles irgendwie ungemütlich und trostlos an.

So war meine Wahrnehmung von Greymouth, aber das kann ja zu anderer Zeit und Gelegenheit nur besser sein.
Auf meiner nächsten Reise komme ich wieder durch Greymouth, mal sehen wie es dann dort ist. An diesem Tag jedenfalls war alles ziemlich Grau und die Stadt machte ihrem Namen alle Ehre.

Eine Brücke für alle

Ich fuhr also weiter, und hatte gleich nach ein paar Kilometern noch ein einprägsames Erlebnis, bei dem unsere deutschen Sicherheitsexperten sofort Alarm geschlagen hätten.

Die vielen einspurigen Brücken in Neuseeland kennst du ja vielleicht schon aus meinen anderen Beiträgen oder Videos, die du unter meinen Artikeln oder hier auf meinem YouTube Kanal ansehen kannst.

Die Brücke über den Taramakau River, südlich von Greymouth setzt da jedoch noch einen drauf.
Dort teilst du dir die Brücke mit der Eisenbahn, Ein Novum für mich, dass auf unkomplizierte Art, seinesgleichen sucht.

Bei der ersten Überfahrt hatte ich die Kamera vergessen einzuschalten. Wohl auch weil ich mit so etwas nicht gerechnet habe.
Deshalb siehst du mich im Video über die Brücke zurückfahren, und dann wenden um wieder weiter in Richtung Süden zu rollen.

Huuch ein Zug, schnell weg

Höflich wie ich bin, gab ich dem Gegenverkehr ein Zeichen mit der Lichthupe, dass sie zuerst drüberfahren sollen.
Beim Warten, sah ich dann hinter mir im Rückspiegel einen Zug, der langsam näher kam und bin erst mal erschrocken. Huuch, Was jetzt?
Den Blick immer wieder im Rückspiegel trommelten meine Finger auf dem Lenkrad und ich dachte nur noch, Fahrt doch schneller. Als die Autos weg waren gab ich Gas und machte mich schnell aus dem Staub.
Das werde ich wohl nicht so schnell vergessen. Unten in der Galerie findest du ein Video zu genau diesem Erlebnis.

Der DOC Campingplatz am Lake Mahinapua

DOC Campingplatz am Lake Mahinapua NZ Westküste 1Jetzt waren es nur noch 25 Kilometer bis Hokitika und dann noch zirka 10 Kilometer bis zum Campingplatz am Lake Mahinapua. Dort wollte ich die Nacht verbringen und am nächsten Tag zurück bis Kumara Junction, um über die Staatsstraße 73 und Arthurs Pass wieder zur Ostküste zu rollen.
Auch Hokitika war für den nächsten Tag geplant. Denn über diese schöne Stadt gibt es doch mehr zu erzählen als über Greymouth. Dazu komme ich im nächsten Artikel.

Ich fuhr also nur kurz, mal Kreuz und Quer durch Hokitika und dann weiter zum Campingplatz am Lake Mahinapua.
Schon die Zufahrt zum Platz ist spektakulär, wie du in den Videos sehen kannst fährst du da durch eine Art Tunnel aus Urwald bevor der Platz sich dann vor dir öffnet.

DOC Campingplatz am Lake Mahinapua NZ Westküste 5Es ist ein sehr schöner, weitläufiger DOC Campingplatz. Gleich vorn sind etliche Parkplätze für Leute, die nur den See besuchen wollen. Man fährt dann über den Rasen und stellt sich hin, wo man will oder bzw. wo Platz ist. Jeder macht sein Ding für sich und keiner stört einen, obwohl alle freundlich grüßen.

Einige Camper, Wohnmobile und Zelte standen schon dort. Ich fand aber mühelos ein Plätzchen am Waldrand, füllte als erstes meine Anmeldung aus, steckte die 6 Dollar rein und warf sie in den dafür vorgesehenen Kasten.

Zum Glück hatte ich mir auf den ersten Campingplätzen mehrere Anmeldeformulare mitgenommen, denn hier waren sie wohl schon vergriffen. Einem Pärchen aus Dublin konnte ich sogar mit einem Formular aushelfen.

DOC Campingplatz am Lake Mahinapua NZ Westküste 2Danach schaute ich mir noch den See an und lief ein Stück am Ufer entlang, bevor ich mir Essen machte.
Dann sicherte ich noch die Bilder und die Videos, damit die Speicherkarten leer wurden.
Der Internetempfang war auch gut und so konnte ich alles noch zusätzlich in der Cloud sichern.
Dass ich dafür die Cloud von MEGA nutzte hat den Grund, dass es bei MEGA 50 GB pro Mailadresse Gratis gibt. Ich will zwar jetzt hier keine Werbung machen, aber 50 GB Gratis findest du nirgends sonst.

Fazit

Es war wieder ein sehr schöner, spannender und interessanter Tag an der Westküste Neuseelands.
Cape Foulwind und Tauranga Bay, die Pancake Rocks, Greymouth, die Brücke mit dem Zug und schließlich noch Lake Mahinapua, haben den Tag voll ausgefüllt ohne zu hetzen.

Hokitika werde ich mir am nächsten Tag, ausgeruht und voller Neugier ansehen.
Dann geht es wieder in Richtung Ostküste und nochmal nach Dunedin.

Oamaru wird mich mit der Viktorian Fete nochmal vollends begeistern und die Otago Peninsula wird mich nochmal fesseln. Woran eine Bootsfahrt und der Besuch von Larnach Castle nicht ganz unschuldig sein werden.

Ich liebe Neuseeland.
Doch dazu mehr im nächsten Artikel.
Hier sind noch die Videos und die Bildergalerie zum Beitrag.