Eine weitere Sehenswürdigkeit in Dunedin

Von der Otago Peninsula zurückgekehrt nach Dunedin, ging es erst einmal wieder zum Octagon. Es gefällt mir an diesem zentralen Platz sehr gut. Dort, vor dem „Ratbags“, habe ich wieder dem Treiben am Octagon zugesehen und etwas gegessen. Eigenartig, wie schnell man Vorlieben entwickelt. Ein schöner Platz mit netten Menschen. Und wo es einem gefällt, da geht man halt gern wieder hin.

Kleiner Umweg zum Tunnel Beach

Tunnel Beach südlich von Dunedin 7Der dritte und vorerst letzte Tag in Dunedin war also auch schon halb vorbei und auf meinem Plan für heute stand noch „Tunnel Beach“, südlich von Dunedin.
Mein Stadtplan aus der „I-Site“ am Octagon zeigte mir den Weg, und ich fuhr los. Wieder durch „South Dunedin“ runter zur „Esplanade“.

Von dort wollte ich eigentlich über die Hügel von „Saint Clair“ und „Corstorphine“ zum „Tunnel Beach“, bin aber prompt falsch abgebogen. Naja, macht auch nichts. Ich bin dann so gefahren, wie du es in der Karte unten sehen kannst.

Achso…, durch falsches Abbiegen entdeckt man manchmal Orte und Sehenswürdigkeiten, die man sonst gar nicht auf dem Plan hatte. Ich biege also manchmal gerne falsch ab, schon aus Neugier.

Also fuhr ich die „Forbury Road“ hoch, links in die „Corstorphine Road“ und über „Burnside“ und „Green Island“ runter in Richtung „Waldronville“.
Kurz vor „Waldronville“ dann links in die „Blackhead Road“ und wieder in Richtung „Corstorphine“. Im Ortsteil „Blackhead“ ist dann links die Zufahrt zum „Tunnel Beach“.
Ich hab mich zwar dadurch sozusagen von hinten angeschlichen, aber auch viel mehr von Dunedins herrlicher Umgebung gesehen.

750 Meter zu Fuß, bis runter zum Tunnel

Tunnel Beach südlich von Dunedin 1Wie am „Sandfly Bay“, ging es noch ein Stück schnurgerade in Richtung Pazifik bis zu einem Parkplatz.
Von dort aus kommst du auch wieder nur zu Fuß weiter. Verständlich bei der Steigung, die dann auf dich wartet.

Es sind zirka 750 Meter bis runter zum Tunnel und das meiste davon geht ziemlich steil bergab.
Schon während des Abstiegs wirst du dich bestimmt ein paar Mal umdrehen und daran denken, dass du den Weg auch wieder nach oben musst.

Aber glaub mir, das Erlebnis ist die kurze Strapaze durchaus wert. Mehrere Bänke stehen auch auf dem Weg. Ich glaube nicht, dass die nur wegen der schönen Aussicht dort stehen.

Beeindruckend ist schon der Ausblick auf dem Weg

Tunnel Beach südlich von Dunedin 5Schon ohne den Tunnel ist dieses Stück der Küste ein faszinierender Ort. Was für eine Aussicht. Den Gedanken hast du unweigerlich, wenn du den Weg runterläufst.
Zirka 15 Minuten dauert der Abstieg bis zum Tunnel. Wenn du die Aussicht unterwegs genießen willst, brauchst du sicher noch mehr Zeit.

Der Aufstieg dauert auf jeden Fall etwas länger, denn auf der Strecke musst du 150 Meter Höhenunterschied bewältigen. Ich habe auch an einer der Bänke Pause gemacht, um erst mal nach Luft zu schnappen.

Wer hier wohnt braucht, jedenfalls kein Fitnessstudio. Ein, zwei Mal am Tag runter zum Tunnel und wieder rauf dürften als Training ausreichen.

Der Weg ist zum Glück sehr gut ausgebaut. Du siehst von diesem steilen Pfad aus die verwitterten Sandsteinfelsen, die sich beeindruckend vom tiefen Blau des Pazifiks abheben.

Am Tunnel. Wer hat ihn gebaut?

In einer kleinen Mulde findest du den Eingang zum Tunnel. Er ist erst zu sehen, wenn du fast direkt davorstehst.
Der Erbauer hat sicherlich eine Zeit lang gemessen und gerechnet, um die kürzeste Strecke zu finden. Verständlich, bei der Arbeit die vor ihm lag.

Auf die Frage, wer das war, gibt es auch verschiedene Antworten.

-In einem Reiseführer stand, dass der Tunnel ein Geschenk von einem Vater zum 16. Geburtstag seiner Tochter war.
-In der Wikipedia fand ich den Eintrag, dass ein lokaler Politiker namens John Cargill in den 1870er Jahren den Tunnel für seine Familie in Betrieb genommen hat.
-Dann war da noch ein fürsorglicher Vater, der den Tunnel 1823 für seine Frau und seine Kinder durch das Kliff bohrte, damit sie dort immer picknicken konnten.
-Und wieder woanders hat ein besonders liebevoller Ehemann den Tunnel extra für seine gehbehinderte Frau gebaut.

Das meiste davon wird wohl richtig sein. Sicher bin ich mir aber, dass es eine gute Idee war, den Tunnel zu bauen. Auch wenn damals wohl niemand daran dachte, eine Touristenattraktion zu erschaffen.
Die Geschichte allein macht auch nur einen kleinen Teil dieser Sehenswürdigkeit aus. Ich jedenfalls, zähle sie zu den Orten, die du gesehen haben musst.

Durch den Tunnel am Tunnel Beach

Der Tunnel am Tunnel Beach 2Leicht gebückt machte ich mich also auf den Weg zu dem kleinen, ansonsten unzugänglichen Strand.
Gerade als ich eintrat, wurde es ganz Dunkel und der kleine Lichtfleck am unteren Ende verschwand.
Ich musste zurück und erst einmal warten, weil jemand nach oben wollte. Im Tunnel kommt man nicht aneinander vorbei, so eng ist es dort.
Unten angekommen, kletterst du erst einmal über Geröll und stehst dann an einem sehr schönen kleinen Sandstrand. Mittendrin ein großer Felsbrocken und rundherum steil aufragende Felsen. Das alles könnte durchaus als Filmkulisse dienen.

Tunnel Beach, unten am Strand 7Rechts um die Ecke ist noch eine kleine Höhle, in der manchmal Robben den Tag verschlafen. Als ich dort war, war die Höhle leider leer, wie du auf dem Bild hier sehen kannst.

Du solltest versuchen, den Ort bei Ebbe zu besuchen, um etwas mehr vom Strand sehen zu können. Am besten, du besuchst erst die Esplanade und Dunedin Beach Hier. Ist da gerade Ebbe, kannst du die kurze Fahrt zum „Tunnel Beach“ gleich anschließen.

Fazit

„Tunnel Beach“ war ein sehr eindrucksvolles Erlebnis. Der sehr steile Weg erinnerte mich vor allem beim Aufstieg an die Baldwinstreet. Der ziemlich starke Wind ist zu dieser Jahreszeit dort noch sehr kalt. Unten am Strand selbst war jedoch kein Wind, und ich konnte mir gut vorstellen, wie die Leute früher zum Picknick hierher kamen.

An meinem dritten Tag in Dunedin hatte ich also gleich zwei wundervolle Strände besucht. „Sandfly Bay“ auf der „Otago Peninsula“ Hier und „Tunnel Beach“. Dunedin ist auf jeden Fall einen Besuch wert, auch wenn das die meisten Reiseveranstalter nicht so sehen.

Nochmal in die Stadt und dann wieder nach Aramoana zur letzten Übernachtung im Castle. Dachte ich zumindest, denn zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass ich auf meiner Reise noch mal wiederkommen würde.

Es werden also später noch mehr Artikel über Dunedin dazukommen, in denen ich weiter über diese schöne Ecke auf Neuseelands Südinsel berichten werde.

Am nächsten Tag wollte ich weiter in Richtung Catlins und Invercargill. Da es ein Samstag war, besuchte ich noch den beliebten „Farmers Market“ am Bahnhof von Dunedin. Frische Lebensmittel sind wohl der beste Reiseproviant. Margareth gab mir noch den Tipp, dass es dort auch richtig gutes Roggenbrot gibt.

Hier sind noch die Links zu meinen anderen Artikeln über Dunedin:

Dunedin! Eine wunderbare Stadt!
Hallo Dunedin
Mein Weg nach Aramoana
Dunedin entdecken Teil 1
Dunedin entdecken Teil 2
Dunedin entdecken Teil 3
Der Taieri Gorge Railway
Dunedin Beach und die Esplanade
Die Otago Peninsula
Farmersmarket in Dunedin

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Tunnel Beach südlich von Dunedin 1

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Tunnel Beach südlich von Dunedin 7

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Tunnel Beach südlich von Dunedin 9

Tunnel Beach südlich von Dunedin 10

Tunnel Beach südlich von Dunedin 11

Tunnel Beach südlich von Dunedin 12

Tunnel Beach südlich von Dunedin 13

Der Tunnel am Tunnel Beach 1

Der Tunnel am Tunnel Beach 2

Tunnel Beach, unten am Strand 1

Tunnel Beach, unten am Strand 2

Tunnel Beach, unten am Strand 3

Tunnel Beach, unten am Strand 4

Tunnel Beach, unten am Strand 5

Tunnel Beach, unten am Strand 6

Tunnel Beach, unten am Strand 7

Tunnel Beach, unten am Strand 8

Tunnel Beach, unten am Strand

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